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ETF-Akademie ETF-Handel: Wie der Markt funktioniert

  • Der Handel mit ETFs ist nicht schwierig, aber es gibt einige Punkte, die es zu beachten gilt.

    Den Sekundärmarkt verstehen

    Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem Anleger bereits emittierte bzw. von Unternehmen ausgegebene Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Wenn Sie zum Beispiel 20 ETF-Anteile an einer Börse kaufen, ist das ein Sekundärmarkt.

    Die Rolle des Primärmarktes

    Der sogenannte Primärmarkt kommt ins Spiel, wenn Wertpapiere zum ersten Mal ausgegeben werden. Wenn ein professioneller Anleger beispielsweise 50.000 Anteile eines ETFs kaufen möchte, werden in der Regel diese neuen Anteile geschaffen. Sie können von zugelassenen Teilnehmern und Market Makern (große Institutionen, die direkt mit dem ETF-Anbieter Transaktionen zur Schaffung oder Rücknahme von Anteilen eines ETF durchführen) geschaffen werden. Damit ist die Liquidität auch für die größten Transaktionen gewährleistet.

    Limit-Orders: Worum handelt es sich dabei? Wie können sie den Anlegern helfen?

    Limit-Orders: Worum handelt es sich dabei? Wie können sie den Anlegern helfen?

    Der Handel mit ETFs ist in der Regel über Limit-Orders und nicht über Market-Orders ratsam. Mit einem Limit geben Sie den Höchstpreis an, den Sie für einen ETF zu zahlen bereit sind, oder den Mindestpreis, für den Sie den ETF verkaufen möchten. Mit Limit-Orders haben Sie ein höheres Maß an Preiskontrolle.

    Market Maker: Worum handelt es sich dabei? Welche Rolle spielen sie?

    Market Maker sind Unternehmen, die den Markt mit Liquidität versorgen und dafür sorgen, dass der Handel mit Wertpapieren wie ETFs einfach ist. Sie geben einen Geldkurs (wie viel sie für Ihren ETF bieten) und einen Briefkurs (wie viel sie für den Verkauf ihres ETF an Sie verlangen) an. Dank der Market Maker können Sie auch dann handeln, wenn kein anderer einzelner Anleger bereit ist, eine Transaktion zu tätigen. Zu den Geld- und Briefkursen werden in der Regel auch die Volumina angegeben, was zu einem Orderbuch führt; siehe das folgende Beispiel:

    swipe
    Volumen Geldkurs   Briefkurs Volumen
    100 22,21 USD 22,23 USD 100
    2.400 22,07 USD 22,28 USD 2.400
    200 22,05 USD 22,29 USD 200
    200 22,02 USD 22,31 USD 200
    2.400 22,00 USD 22,34 USD 2.400
    200 21,95 USD 22,35 USD 200
    100 21,90 USD 22,40 USD 2.400
    100 21,85 USD 22,42 USD 200
    100 21,80 USD 22,50 USD 1.900

    Quelle: VanEck.

    Definition der Geld-Brief-Spanne

    Die Geld-Brief-Spanne ist die Differenz zwischen dem Preis, zu dem Market Maker verkaufen, und dem Preis, zu dem sie bereit sind, zu kaufen. Natürlich können Sie von einer niedrigen Geld-Brief-Spanne (auch Spread genannt) profitieren, da sie Ihre Transaktionskosten reduziert.

    Beste Handelszeiten

    Beste Handelszeiten

    Über Nacht kann viel passieren, weshalb ETF-Anleger in den ersten 10 Minuten an einem Handelstag generell nicht handeln sollten. Eilmeldungen, Marktaktivitäten und morgendliche Wirtschaftsmeldungen tragen dazu bei, dass nach Börsenöffnung die Preise erst noch gefunden werden müssen. Diese erste Phase ist oft durch eine erhöhte Aktienvolatilität, breitere Spannen und eine geringere Liquidität geprägt. Danach tendieren die Spannen dazu, sich zu normalisieren, und bleiben über weite Strecken des Handelstages relativ stabil.

    Wenn möglich, sollte der ETF-Handel in der letzten Stunde vor Börsenschluss vermieden werden. Die letzte Handelsstunde ist zwar eine der aktivsten Handelszeiten des Tages, häufig mit erhöhter Liquidität, aber auch mit erhöhter Volatilität.

    ETF-Handel ist Wissenschaft und Kunst zugleich

    Für den Handel mit ETFs müssen Sie nur ein paar einfache Regeln kennen. Sie werden sich daran gewöhnen!


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