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ETF-Akademie Indexfonds als Anlagemöglichkeit

  • Indexfonds sind ein Synonym für viele ETFs. Ihr Ziel ist es, den Wert eines Marktindexes nachzubilden – zum Beispiel den FTSE 100 Index, der den Wert britischer Aktien misst – und nicht den Index zu übertreffen.

    Index-Investieren: Der neue Trend

    Das Index-Investieren, auch als passives Investieren bezeichnet, hat stark an Popularität gewonnen. Dies ist die von ETFs hauptsächlich praktizierte Anlagemethode. Aktive Anleger in traditionellen aktiv gemanagten Fonds versuchen, einen Index zu übertreffen – mit gemischtem Erfolg. Passive Anleger hingegen erkennen die Grenzen menschlicher Akteure an und versuchen lediglich, den Wert eines Index nachzubilden.

    Was ist ein Indexfonds?

    Ein Indexfonds ist ein Fonds, der auf dem Index-Investieren basiert

    Ein Indexfonds ist ein Fonds, der auf dem Index-Investieren basiert. Ein professioneller Portfoliomanager konstruiert einen Fonds, der für Sie einen Index nachbildet.

    Tracker-Fonds

    Tracker-Fonds ist eine andere Bezeichnung für einen Indexfonds.

    Was sind die Vorteile von Indexfonds?

    Indexfonds berechnen den Anlegern deutlich niedrigere Gebühren als aktive Fonds. Der Grund dafür ist einfach: Der Vermögensverwalter muss nicht für Fondsmanager, Analysten und externes Research bezahlen. Sie führen auch nicht so viele Transaktionen durch. Es hat sich gezeigt, dass die Verwaltungskosten im Laufe der Zeit einen großen Teil der Rendite aufzehren. Die folgende Simulation zeigt, wie sich verschiedene Kostenniveaus auf eine Anfangsinvestition von 10.000 über 30 Jahre auswirken. Wenn man statt 2% nur 0,25% jährliche Kosten zahlt, kann man fast doppelt so viel Kapital erhalten – unter Annahme einer gleichbleibenden Rendite.

    Die Auswirkungen der Gebühren

    Die Auswirkungen von Gebühren beim Investieren

    Quelle: VanEck.

    Viele aktive Manager rechtfertigen ihre hohen Gebühren mit der Möglichkeit einer überdurchschnittlichen Anlageperformance. Die objektive Forschung bestätigt dies jedoch nicht. Die Märkte sind heute einfach zu effizient, als dass talentierte professionelle Anleger ständig fehlbewertete Anlagen identifizieren könnten. Die nachstehenden Daten zeigen beispielsweise, dass über einen Zeitraum von fünf Jahren 75,27% der aktiven amerikanischen Aktienfonds mit hoher Marktkapitalisierung und 75,17% der aktiven europäischen Aktienfonds mit hoher Marktkapitalisierung nicht einmal die Wertentwicklung ihrer Vergleichsindizes erreichten.

    Prozentualer Anteil der in Europa und den USA domizilierten Aktienfonds, die ihre Benchmarks übertreffen

    Prozentualer Anteil der in Europa und den USA domizilierten Aktienfonds, die ihre Benchmarks übertreffen

    Quelle: SPIVA Scorecard; 31.12.2020.

    Indexfonds: Warum nutzt sie nicht jeder?

    Die Antwort ist, dass Indexfonds relativ neu sind und dafür jedes Jahr von immer mehr Menschen genutzt werden. ETFs, die speziell darauf abzielen, einen Index nachzubilden, gewinnen in Europa stetig Marktanteile hinzu. Gegenwärtig sind etwa 10% des Vermögens in diesen Fonds investiert. In dieser Hinsicht liegt Europa hinter den USA zurück, wo Indexfonds bereits das Doppelte ausmachen. In beiden Regionen ist die Tendenz steigend.

    Marktanteil der ETFs für Europa und die USA

    Marktanteil der ETFs für Europa und die USA.

    Quelle: Morningstar Asset Flows. Stichtag: 1/1/2008 - 31/12/2020.

    In der Vergangenheit haben viele Finanzberater aktive Fonds empfohlen, da diese für sie rentabler waren. Entweder wurden die höheren Gebühren von dem Finanzinstitut, für das sie arbeiteten, eingestrichen, oder es wurden Provisionen gezahlt. Neue Vorschriften wie die EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) sollen dafür sorgen, dass die Berater die Interessen ihrer Kunden in den Vordergrund stellen. Mit welchen Folgen? Die Nachfrage nach Indexfonds stieg, da die Gebührenstruktur vieler Finanzprodukte transparenter wurde.


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