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ETF-Akademie Die 5 größten Risiken bei der Anlage in ETFs

  • ETFs sind mit verschiedenen Risiken verbunden. Wer in ETFs investieren möchte, sollte sich zuerst über die Risiken informieren.

    1. Volatilität

    Die Volatilität bezeichnet die Schwankungen von Anlagen, die variieren können. Je volatiler ein ETF ist, desto höher ist das Risiko. Im Allgemeinen sind Aktien volatiler als Anleihen. Die folgende Grafik zeigt die Volatilität des MSCI World Index (Net Total Return) während der Finanzkrise 2008 – einer außergewöhnlich schwierigen Zeit für die Weltwirtschaft. Vom Höchststand bis zum Tiefstand fiel er um 58%! Hätten Sie die Nerven, investiert zu bleiben? In diesem Fall hätten sich Ihre Anlagen bis 2013 erholt und würden von da an Gewinne erzielen. Beim Investieren ist Geduld eine Tugend.

    Volatilität während einer Finanzkrise

    Aktienkurse können in Krisenzeiten erheblich fallen

    Aktienkurse können in Krisenzeiten erheblich fallen

    Quelle: VanEck, Bloomberg. Stand der Daten 01.01.2000 bis 30.06.2021.

    2. Marktrisiko

    Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko der allgemeinen Preisbewegungen auf einem Markt, z. B. dem Aktienmarkt. Alle Aktien, Anleihen oder ETFs werden von den allgemeinen Marktbewegungen beeinflusst – wenn sich der gesamte Markt nach unten oder oben entwickelt, kann auch Ihre Anlage darauf reagieren.

    3. Konzentrationsrisiko

    Das Konzentrationsrisiko bedeutet, dass die Volatilität Ihres Portfolios zunimmt, wenn es nur in einige wenige Aktien investiert ist.

    Das Konzentrationsrisiko wird von Kleinanlegern oft unterschätzt. Es bedeutet, dass die Volatilität Ihres Depots zunimmt, wenn es nur in einige wenige Aktien investiert ist. Selbst wenn Sie in mehrere Aktien investieren, können Sie einem erheblichen Konzentrationsrisiko ausgesetzt sein, wenn diese Aktien aus nur wenigen Sektoren, Ländern, Währungen oder Anlagestilen stammen.

    4. Synthetische ETFs

    Es gibt grob gesagt zwei Arten von ETFs:

    1. Synthetische ETFs: Diese können die Wertentwicklung eines Index nachbilden, ohne tatsächlich in die zugrunde liegenden Aktien oder Anleihen zu investieren, indem Derivate eingesetzt werden. Viele Anleger sind sich nicht bewusst, dass solche ETFs versteckte Risiken bergen: Wenn der Emittent des synthetischen ETFs in Konkurs geht, könnten Sie erhebliche Verluste erleiden. Synthetische ETFs sind zwar in der Regel durch sogenannte Sicherheitenanlagen abgesichert, aber sie sind immer noch an die Bonität des ETF-Managers gebunden, der sie begibt.
    2. Physische ETFs: Diese ETFs kaufen die zugrunde liegenden Aktien oder Anleihen. Sie haben also nicht das versteckte Risiko von synthetischen ETFs. Beachten Sie, dass VanEck Europe nur physische ETFs anbietet.

    5. Wertpapierleihen

    Die Wertpapierleihe ist ein oft übersehenes Risiko von ETFs

    Die Wertpapierleihe ist ein weiteres oft übersehenes Risiko von ETFs. Einige ETF-Manager verleihen die Aktien oder Anleihen des ETFs an Dritte. Bei diesen Dritten kann es sich um Hedgefonds handeln, die auf fallende Aktienkurse spekulieren. Auch wenn Sie als Anleger bei der Wertpapierleihe einen Gewinn erzielen, besteht ein geringfügiges Verlustrisiko, wenn die entleihende Partei in Konkurs geht. In manchen Fällen ist die Aufteilung der Leihe für den Emittenten vorteilhafter.

    VanEck UCITS ETFs führen keine Wertpapierleihe durch.

    Fazit: Risiko von ETFs

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man durch den Aufbau eines diversifizierten Depots, den Verzicht auf synthetische ETFs oder auf ETFs, die Wertpapierleihe betreiben, und durch eine lange Anlagedauer ein Portfolio mit einem potenziell niedrigeren Risikoniveau aufbauen kann.


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