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Schwellenländer-Anleihen

Video-Transkript

Positionierung eines Portfolios im aktuellen Umfeld

FRAN RODILOSSO: Anleger streben mit unseren Portfolios heutzutage zwei Dinge an: Höhere Renditen und Diversifikation. Schwellenländer-Anleihen bieten im aktuellen Umfeld mit einer unterstützenden Geldpolitik der Zentralbanken und dem unvermindert andauernden Wachstum der Weltwirtschaft diese beiden Qualitäten.

Schwellenländer-Anleihen: Rendite und Diversifikation

Schwellenländer-Anleihen bieten relativ hohe Renditen sowie Diversifikationsvorteile für Portfolios. VanEck schätzt den fundamentalen Hintergrund immer noch positiv ein, und es dürfte immer noch ein guter Zeitpunkt für Investitionen in Schwellenländer-Anleihen sein. Die Zentralbanken in den Industrienationen und China verfolgen eine stärker stimulierende Geldpolitik. Das unterstützt das globale Wachstumsumfeld zwar, doch schwächt sich die Konjunktur in einem gewissen Maße auch ab und es gibt einige geopolitische Hindernisse. Der Wachstumsausblick ist indes immer noch relativ gut und das ist ein wichtiger grundlegender Faktor für Schwellenländer-Anleihen.

Zudem suchen Anleger nach Renditen und sie möchten ihre Portfolios diversifizieren. Schwellenländer-Anlageklassen, Anleihen in Lokal- und Hartwährungen, bieten offensichtlich eine Möglichkeit der Renditesteigerung. Zur besseren Diversifizierung eignen sich vor allem Schwellenländer-Anleihen in Lokalwährung. Die Korrelation dieser Papiere mit Agg. Bonds oder US-Treasuries ist äußerst gering. Und die Korrelation mit US-Unternehmensanleihen ist geringer als bei anderen Kreditengagements, in erster Linie aufgrund des Währungsrisikos. Im Schlussquartal 2018 waren Schwellenländer-Anleihen in Lokalwährung eine der wenigen riskanten Kredit-Anlageklassen, die positive Renditen erzielen konnten.

Auswirkungen der Geldpolitik der Zentralbanken

Die Geldpolitik der Zentralbanken in den Industrienationen hat einige Auswirkungen. Zunächst schafft der Ansatz von niedrigeren Zinsen für einen längeren Zeitraum – mittlerweile müsste es vermutlich lauten: noch niedriger für einen noch längeren Zeitraum – eine Situation, in der die Schwellenländer-Währungen mit viel höheren Renditen assoziiert sind. Das stützt die Bewertungen diese Währungen. Vielen von diesen haben indes mit Blick auf die Inflation oder auf handelsgewichteter Basis Rekordtiefs erreicht. Schwellenländer-Währungen bieten also ein Wertpotenzial. Darüber hinaus könnten diese Währungen von der geldpolitischen Haltung der Zentralbanken in den Industrienationen (niedrigere Zinsen über einen längeren Zeitraum) profitieren. Bei den relativen Renditen haben die Zentralbanken der Industrienationen die Zinsen in Richtung null oder in Europa und Japan sogar in den negativen Bereich gedrückt. Die Zentralbanken in den Schwellenländern haben die ganze Zeit über eine orthodoxere Geldpolitik verfolgt. Somit sind nicht nur ihre Nominalzinsen höher, sie weisen auch höhere und in der Tat positive Realzinsen auf. Dass die Zinsen über der Inflation liegen, gibt den Zentralbanken der Schwellenländer unserer Ansicht nach einen größeren Handlungsspielraum. Falls die Zentralbanken in den Schwellenländern ihre Geldpolitik lockern, dürften also ein höherer Carry und mögliche Aufwärtsbewegungen der lokalen Anleihenpreise resultieren.

Hochzinsanleihen aus Schwellenländern als Portfoliobestandteil

Wir glauben, dass Schwellenländer-Unternehmensanleihen – besonders aus dem hochverzinslichen Segment – Chancen bieten. Hochverzinsliche Schwellenländer-Unternehmensanleihen liegen zwischen 100 und 200 Basispunkten über den Renditen von US-Hochzinsanleihen. Eine derartige Renditedifferenz ist heutzutage schwer zu finden, doch kürzlich war sie so hoch. Im historischen Vergleich ist nun ein recht guter Zeitpunkt, um Schwellenländer-Hochzinsanleihen ins Portfolio aufzunehmen. Diese Papiere weisen unterm Strich auch bessere Ratings auf als der breit gefasste Markt für Hochzinsanleihen oder US-Hochzinstitel oder globale Hochzinsanleihen. Die Bonität ist also im Durchschnitt besser, während die Duration ähnlich oder geringer ist als bei den populären US-Indizes sowie den weiter gefassten globalen Indizes für Hochzinsanleihen. Zudem kann der Diversifikationsvorteil gar nicht stark genug hervorgehoben werden. In den weit gefassten Schwellenländer-Indizes für hochverzinsliche Unternehmensanleihen gibt es rund 400 Emittenten aus 50 Ländern, ziemlich gleichmäßig über die Welt verteilt.