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Werttreiber von Gold 2019

Die U.S. Federal Reserve hat bei ihrer Geldpolitik 2019 einen deutlichen Wandel vollzogen, zumal sie die Zinsen im Dezember 2018 noch angehoben hatte. Im laufenden Jahr neigt die U.S. Federal Reserve eher zu einer Lockerung ihrer Geldpolitik. An der letzten FOMC-Sitzung (Offenmarktausschuss der Fed) wurde angedeutet, dass der nächste Zinsschritt in einer Senkung bestehen könnte. Im Zug dieser Wandlung der geldpolitischen Haltung der U.S. Federal Reserve sind die Zinsen deutlich gefallen. Das gilt besonders für die Realzinsen, und diese sind ein wichtiger Werttreiber für Gold. Die Realzinsen sind rückläufig. Auch der US-Dollar hat sich abgeschwächt. Der Greenback hat jüngst sogar seine Trendlinie unterschritten und das ist ebenfalls ein positiver Faktor für Gold.


Zu guter Letzt kam es zu Leitzinssenkungen, weil die U.S. Federal Reserve die nächste Rezession fürchtet. Die U.S. Federal Reserve rechnet mit einer baldigen Rezession oder zumindest einem konjunkturellen Abschwung. Das ist mit wachsenden finanziellen Risiken verbunden, sodass sich die Anleger mit Gold (als sicherer Hafen) gegen diese Risiken absichern.


Ein neuer Bullenmarkt?

Gold hat definitiv eine neue, höhere Handelsspanne erreicht und damit könnte auch ein neuer Bullenmarkt eingesetzt haben. Weltweit ist das verarbeitende Gewerbe zuletzt schwach gewesen. Die US-Daten zum verarbeitenden Gewerbe haben sich eingetrübt. Ich glaube, dieser Bereich der Wirtschaft befindet sich in einer Rezession. Falls sich dies zu einer Rezession der Gesamtwirtschaft ausweitet, würde das konjunkturelle Risiken zutage fördern, die den Goldpreis in die Höhe treiben könnten.

Ein zentrales Risiko wären die Schuldenniveaus. Schaut man sich zunächst die Staatsverschuldung an, würden die Billionendefizite des Staatshaushaltes während einer Rezession weiter anwachsen. Ab einem gewissen Zeitpunkt würden die Staatsschulden dann untragbar. Die Unternehmen sind nun höher verschuldet als im letzten Zyklus 2007. Die Qualität der Unternehmensschulden ist in diesem Zyklus zudem deutlich schlechter, was an der großen Anzahl an Leveraged Loans und Krediten ohne die üblichen Schutzklauseln (Cov-lite Loans) erkennbar ist. Diese Art von Darlehen begründen eine Menge Risiken im Finanzsystem und könnten eine weitere Krise herbeiführen. Es könnte also der Beginn eines Bullenmarktes sein, in dessen Zuge die Goldpreise noch deutlich höher steigen.


Die Auswirkungen auf Gold-Aktien

Gold ist seit vielen Jahren in einer Handelsspanne um USD 1200/Oz. gehandelt worden, und diese Unternehmen sind in der Folge mittlerweile rank und schlank. Sie haben ihre Kosten gesenkt. Sie haben ihre Verschuldung reduziert. Und sie sind bei einem Goldpreis von USD 1200/Oz. sehr stark. Bei USD 1400/Oz. und darüber werden sie enorme Cashflows generieren. Sie können ihre Dividenden und ihre Renditen für die Aktionäre erhöhen.

Die Goldunternehmen sind also sehr gut aufgestellt für höhere Goldpreise. Darüber hinaus sind sie unterbewertet. Viele Anleger haben das Interesse an Gold verloren, weil es in der Handelsspanne um USD 1200/Oz. verharrte. Daher sind die Bewertungen dieser Aktien niedrig. Ich glaube, dass es bei diesen Gold-Aktien neben den gewöhnlichen Ertragshebeln im Zuge der höheren Goldpreise auch zu einer Neubewertung kommen wird. Und diese Gold-Aktien werden gegenüber dem Goldpreis im nächsten Bullenmarkt eine klare Outperformance erzielen.